EST GmbH

Der Weg zur vernünftigen regionalen Selbstversorgung

Die EST GmbH wurde gegründet, um mit moderner Technologie die Landwirtschaft, Lebensmittel-, Futtermittel- und Energieerzeugung vom Weg der maßlosen Globalisierung zurück zu einer vernünftigen und sicheren regionalen Selbstversorgung zu führen. Ein Verwenden der am eigenen Betrieb erzeugten Produkte ermöglicht eine Verlängerung der Wertschöpfungskette im landwirtschaftlichen Betrieb. Dies stellt so ein nachhaltiges Gegengewicht zum aktuellen Trend der Spezialisierung und dem damit einher gehenden Flächen- und Tierstückzahlwahn dar.

Eine der stärksten Fehlentwicklungen im Bereich der Futtermittel stellt heute die Versorgung mit Soja – vornehmlich aus Südamerika – dar. In der heimischen Landwirtschaft war der Anbau von Sojabohnen in den vergangenen Jahrzehnten so uninteressant, dass wir mittlerweile bei einer EU-weiten Importabhängigkeit von über 90% angelangt sind.

Interessant ist auch, dass noch vor wenigen Jahren Österreich mit Frankreich knapp um Rang 2 in der absoluten Soja-Anbaustatistik kämpfte. Durch einen massiven Boom beim Sojaanbau ist Österreich auf Rang 7 abgerutscht. Diese Entwicklung zeigt welch großes Potential für den Sojaanbau in Europa besteht, um globale Abhängigkeiten abzubauen!

Vorteile des heimischen Sojaanbaus

Der heimische Sojaanbau hat gleich mehrere Vorteile für Landwirtschaft und Klima:

  • Die Anbauflächen an NICHT gentechnisch veränderten Sojabohnen sind weltweit stark rückläufig und treffen auf eine stark steigende Nachfrage beim europäischen Konsumenten, das kann langfristig zu Engpässen führen.
  • Die Sojabohne ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Sie düngt sich fast vollständig aus der Luft – über die beim Anbau mit ausgebrachten Rhizobien – und hinterlässt zusätzlich für die Folgekultur pflanzenverfügbaren Stickstoffdünger im Boden. Dies beinhaltet ein großes CO2-Einsparungspotential, da der für Ackerkulturen eingesetzte Stickstoffdünger mit sehr hohem Energieaufwand hergestellt werden muss.
  • Der weltweite Transport der Sojabohnen bringt unnötiges Verkehrsaufkommen am Meer und auf den Straßen. Der damit verbundenen CO2-Ausstoß und die Belastung der Straßen sind alles andere als wünschenswert.
  • Hinsichtlich einer krisenfesten Ernährungsversorgung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen internationalem Handel und Eigenversorgung von Rohstoffen sinnvoll. Gerade bei der Sojaversorgung, mit einer Eigenbedarfsdeckung von weniger als 10% in der EU, kann man nicht von einem ausgewogenem Verhältnis sprechen!

 

Jeder Konsument weiß, dass die „Überindustrialisierung“ in Kombination mit einer falsch verstandenen „Globalen Arbeitsteilung“ in der Lebensmittelproduktion, der Lebensmittel-Gesundheit einen Bärendienst erwiesen hat.

Ich sehe hier dringenden Handlungsbedarf – sonst essen wir in 10 Jahren nur noch Lebenmittelgrundmasse gemischt mit künstlichen „naturidentischen“ Aroma– und Farbstoffen.